Panarchie – Anpassung an natürliche Zyklen
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- Blog - Zukunftsforschung
- 2024-02-17 18:10:29
Gefühle werden mit dem Wasser-Element in Verbindung gebracht. Sie sind nicht statisch sondern beständig in Bewegung. Ihre mentale Funktion ist Reinigung. Gefühle helfen uns dabei, die Realität zu verarbeiten und belastende (oder aufbauende) Erlebnisse loszulassen.
Im beständigen Strom der Gefühle werden wir wie in einem Wassertank vor allzu heftigen Erschütterungen geschützt und können die Herausforderungen des Lebens besser annehmen. Dafür ist es allerdings notwendig, Gefühle als solche zu erkennen und ihnen nicht mehr Bedeutung beimessen, als ihnen zusteht.
Wenn ein Fluss begradigt und in ein Betonbett verlegt wird, kann bei Regenfällen das Wasser nicht mehr im gleichen Maße von der Erde aufgenommen werden. Als Folgeerscheinung kann es an anderer Stelle flussabwärts zu zerstörerischen Überschwemmungen kommen.
Ein solcher Zusammenhang sozio-ökologischer Systeme zueinander wird in der Systemtheorie als Panarchie bezeichnet. Die Zerstörung des Biotops sorgt in anderen Bereichen für weitreichendere Zerstörungen, die auf den Verursacher zurückfallen können.
Panarchie ist ein Grundprinzip in der Natur. Alles Natürliche strebt nach Ausgleich und Balance. Wachstum und Fülle wechseln sich ab mit Niedergang und Mangel. Wenn diese Balance an einer Stelle dauerhaft unterbrochen wird, sorgt das auf einem nachgelagerten Level für eine Störung der Ordnung.
Auf dieser Basis arbeitet auch unser Körper. Aktivität und Ruhe wechseln sich ab. Wer sich künstlich aufputscht oder einer Krankheit nicht ausreichend Zeit gibt, zahlt dafür zeitlich versetzt einen gesundheitlichen Preis. Je größer der Eingriff in den Körper ist, desto höher ist der Preis. Der ursprüngliche Auslöser wird oftmals gar nicht mehr mit den späteren gesundheitlichen Einschränkungen in Verbindung gebracht.
Die Biosphäre unseres Planeten ist ein weiteres Beispiel für eine Panarchie. Übermäßiger CO₂-Ausstoß entfaltet seine vollen Auswirkungen zeitversetzt. Wenn in Folge die Urwälder am Äquator zerstört werden, verändert dies kurzfristig nur das Mikro-Klima in der betroffenen Region. Als langfristige Folge steigt die Temperatur des gesamten Planeten, bis hin zur Entvölkerung ganzer Kontinente.
Wenn die Natur bedrängt wird, schlägt sie an anderer Stelle zurück, um das Problem zu beseitigen und zur Balance zurückzufinden. Die Entstehung von neuen Viren kann mit der Panarchie erklärt werden. Der Mensch rückt so dicht in die Lebensräume der Wildtiere heran, dass sich Zoonosen bilden – Krankheitserreger, die sowohl Menschen als auch Tiere infizieren können – und gefährliche neue Krankheitserreger entstehen. Wenn kein Rückzug erfolgt, sind weitere Maßnahmen der Natur zu erwarten.
Nach dieser Lesart wäre das Corona-Virus ebenso wie die Klimakatastrophe nur die Fortsetzung einer Entwicklung, an deren Ende die Auslöschung der menschlichen Spezies steht. Sobald der Mensch vom Planeten verschwunden ist, können sich Biosphäre und Klima langsam wieder erholen und zum ursprünglichen Gleichgewicht zurückfinden.
Im Sinne der Panarchie wäre es sinnvoll, das Problem auf der Ebene zu lösen, auf der es entstanden ist. Der Mensch müsste die uferlose Ausbeutung der Natur beenden und ausgedehnte Schutzgebiete ausweisen, in denen die Natur sich selbst überlassen bleibt. Indigene Völker machen vielerorts vor, wie es möglich ist, in und mit der Natur zu leben, ohne dass die nachwachsenden Ressourcen zerstört und die Artenvielfalt beseitigt wird. Es ist möglich, in einen Kreislauf zurückzufinden, der sich den Grundprinzipien der Natur anpasst.
Eine grundsätzliche Orientierung bietet der eigene Körper. Seine Existenz bedingt die offensichtliche Tatsache, das wir in diese Welt gehören und das Recht haben zu sein. Das Universum basiert auf einer Ordnung. Es hat eine Agenda, die das Nichts bändigen kann, und in ein Sein verwandelt. Andernfalls würde die Welt nicht existieren. Diese Ordnung kommt durch unseren Körper zum Ausdruck.
Selbst wenn es keinen Gott gibt, und die Existenz der Welt ein Zufall wäre, so kann die Existenz dieser Ordnung nicht in Frage gestellt werden. Vielleicht hat der Zufall eine Ordnung erzeugt, oder eine göttliche Kraft. Was auch immer es gewesen ist, das Ergebnis bleibt das Gleiche: Die Welt kann nur Existieren, weil es eine Ordnung gibt, die stärker ist als das Nichts.
Keine Hierarchien, keine Führungsstruktur, sondern ein dynamisches und organisches Netzwerk, basierten auf Kooperation – dies ist die Grundlage moderner politischer Gruppen wie Extinction Rebellion (XR). Wenn unsere Kultur überleben soll, ist eine Organisationsform nötig, die dem Individuum die größtmögliche Macht gibt, um gemeinschaftlich handeln zu können.
Wie kam es zur Neuinterpretation der Memetik? Neue Erkenntnisse entstehen immer dann, wenn zwei oder mehr sehr unterschiedliche Systeme oder Weltanschauungen miteinander in Verbindung treten und sich gegenseitig befruchten.