Die Epochenwende – oft auch als Zeitenwende bezeichnet – beschreibt einen tiefgreifenden gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen oder ökologischen Wandel, der sich ganz konkret auf die Lebenswirklichkeit der Menschen auswirkt.
Die Herausforderungen dieser Epochenwende sind vielschichtig und erfordern nicht nur technologische, sondern auch soziale, ethische und politische Antworten. Wir wählen einen künstlerischen Umgang, um Leichtigkeit, Freude und Zuversicht in das Thema zu bringen.
Eine Epochenwende bedeutet, dass sich gesellschaftliche Verwerfungen immer weiter verdichten, bis sie zu einem grundsätzlichen Umschwenken der sozialen Verhältnisse führen.
Eine Zukunftswerkstatt ist die kreativste Form einer Bürgerversammlung mit Kritik-, Utopie-, und Umsetzungsphase. Die künstlerische Ausgestaltung dieses Formats setzt einen dauerhaften Impuls, der weit über die unmittelbar Beteiligten hinaus sichtbar und wirksam ist
Die Epochenwende-Zukunftswerkstatt verbindet Musik, Kunst, Meditation und Gemeinschaft zu einem Netz, in dem Menschen ihre Geschichte erzählen, einander begegnen und gemeinsam in die Zukunft schauen.
Von März bis Dezember 2027 treffen sich Menschen aller Altersgruppen und mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen zu monatlichen Wochenend-Workshops (je vier Stunden). Gemeinsam gestalten sie ein vielstimmiges Gemeinschaftswerk aus Texten, Songs, Bildern, Skulpturen, Filmsequenzen und szenischen Miniaturen, zum Thema Epochenwende.
Das Dokumentations-Journal ist das gemeinsame Werk der Reihe: ein Buch- und Ausstellungsprojekt in gedruckter Form und virtuell. Jede Person gestaltet ihre eigenen Seiten (Texte, Bilder, Objekte, Videofragmente), zusätzlich entstehen Gemeinschaftsarbeiten (Wandbild, Skulpturengruppe, Kurzfilm, szenische Collage). Jeder Workshop widmet sich einer Lebensetappe oder einem Zukunftsthema. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, wie viel sie von sich preisgeben und in welcher Form: Freiwilligkeit und Schutz der Privatsphäre haben Vorrang.
Wir versprechen uns dadurch ein gestärktes Selbstbewusstsein und gesteigertes Wohlbefinden der Workshop-Teilnehmenden, neue Kontakte über Alters- und Kulturgrenzen hinweg, größere Sichtbarkeit unterrepräsentierter Erfahrungen sowie konkrete Zukunftsideen, die weiterverfolgt werden können.
Übergeordnetes Ziel
Gesellschaftliche Teilhabe, psychische Gesundheit und kreativer Ausdruck von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen stärken.
Teilziele
- Kreativer Ausdruck: Die Teilnehmenden entdecken und erweitern eigene künstlerische Ausdrucksformen (Schreiben, Musik, Malerei, Skulptur, Film, Spiel).
- Psychische Gesundheit und Prävention: Verarbeitung belastender und prägender Lebensphasen, Stressabbau, Prävention von Erschöpfung durch Meditation, Gruppenerleben und kreative Gestaltung.
- Sichtbarkeit und Empowerment: Die Lebensgeschichten und Zukunftsvisionen der Teilnehmenden werden öffentlich gewürdigt und wirken in der Region.
- Austausch und Verständigung: Interkultureller und intergenerationeller Dialog, Abbau von Vorurteilen, sozialen Ängsten sowie Sprach- und Kulturbarrieren.
- Teilhabe und Zukunftsgestaltung: Entwicklung konkreter Ideen und erster Schritte für eine gerechtere Gesellschaft, die im Stadtteil erprobt werden.
- Vernetzung: Stärkung der soziokulturellen Infrastruktur

